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Schutzengel für Kinder e.V.

Aktionen 2018...

Behindertengerechten Fahrzeugumbau für 6jährigen Lukas F. aus Dellfeld mit 5.000 Euro bezuschusst

Das Foto zeigt den 6jährigen Lukas mit seinen Eltern Stefanie und Sascha F. bei ihrer Ankunft am 08.02.2018 vor unserer Schutzengel-Geschäftsstelle in Blieskastel

A m 08.02.2018 hatten wir mit dem 6jährigen Lukas und seinen Eltern Stefanie und Sascha F. lieben Besuch in unserer Schutzengel-Geschäftsstelle. Zusammen mit seinen Geschwisterchen Leni (960 Gramm) und Silas (550 Gramm) kam Lukas im Januar 2012 als Drillingsfrühgeborener in der 27 SSW mit nur 860 Gramm Gewicht zur Welt. Als Folge eines medizinisch zwingend notwendigen Kaiserschnittes hatten alle drei Kinder einen ganz schweren Start ins Leben. Leider musste der kleine Silas, der nicht selbständig atmen konnte, nach mehreren Darmoperationen und einem komplizierten Eingriff am Herzen nach 8 Wochen als Sternenkind seinen Weg zu seinem Stern antreten. Glücklicherweise entwickelte sich Leni gut. Bei Lukas, der wegen unreifer Lunge maschinell beatmet werden musste, kam es am 3. Lebenstag zu einer schweren Hirnblutung mit Hirndrucksymptomatik. Nur durch eine sofortige Operation am Kopf konnte der Junge überleben. Hinzu kam ein schweres Lungenproblem, das weitere erhebliche gesundheitliche Probleme bereitete. Doch Lukas kämpfte tapfer, wollte leben. Nach endlos langen 5 Monaten Krankenhausaufenthalt durfte der kleine Kämpfer, der zu 100 Prozent mehrfach schwerstbehindert ist, endlich nach Hause. Leider sind die Folgen der Hirnblutung schwerwiegend, so dass Lukas sein Leben lang auf Hilfe angewiesen sein wird. Der Junge ist blind, kann weder frei sitzen, gehen, stehen, auch nicht krabbeln. Lukas, der viel Zeit im Rollstuhl verbringen muss, kann nicht selbständig trinken (Ernährungssonde) und nur pürierte Nahrung zu sich nehmen. Er wird monitorüberwacht und leidet täglich mehrfach an epileptischen Anfällen.

Seit einiger Zeit schon, insbesondere seit Lukas an Körpergröße und Gewicht zugenommen hat, ist der dringlichste Bedarf der sympathischen Familie ein behindertengerecht umgebautes, zweckmäßiges Fahrzeug mit Unterbodenlift, damit die so wichtige Mobilität für Lukas aufrechterhalten und etwas mehr an Lebensqualität für die ganze Familie ermöglicht werden kann. Denn nur mit einem geeigneten Auto, in dem der aufgeweckte Junge im Rollstuhl sitzend transportiert werden kann, sind Lukas medizinische und therapeutische Versorgung sowie die so wichtige Teilhabe am öffentlichen Leben sicherzustellen, wozu selbstverständlich auch Familienausflüge sowie Besuche bei Verwandten und Freunden gehören.

Mit eisernem Sparwillen haben es Lukas Eltern "gestemmt", die erheblichen Anschaffungskosten für einen Mercedes V-Klasse zusammen zu sparen, welcher von Größe und Raumvolumen her für die Aufnahme eines Rollstuhles und der gesamten Familie gut geeignet und zweckmäßig erschien. Doch die immensen Fahrzeug-Umbaukosten bei einer Spezialfirma in Höhe von über 15.000 Euro für den seitlichen Einbau eines Unterbodenliftes für den Rollstuhl, die kein sonstiger Kostenträger übernehmen wollte, waren ein weiteres großes finanzielles Problem für die Familie, die wegen der Behinderung ihres Sohnes bereits kostenintensive bauliche Maßnahmen an ihrem Wohnhaus durchführen musste und weitere anstehen hat.

Als wir von dem so wichtigen und nachvollziehbaren Herzensanliegen der Familie erfahren haben, wollten wir schnell und unbürokratisch helfen. Deshalb wurde der jungen Familie für den speziellen Fahrzeugumbau ein finanzieller Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro aus vorhandenen Spendengeldern gewährt.

Mit dem im Januar erfolgten Fahrzeugumbau ist der Transport von Lukas mit Rollstuhl im ohnehin schwierigen Alltag nun wesentlich erleichtert und die Familie dadurch vor allem erheblich mobiler geworden.

Bei Gelegenheit ihres Besuches in unserer Geschäftsstelle am 08.02.2018 bedankten sich Lukas Eltern herzlich für unsere Unterstützung. Wir freuen uns, dass wir "unseren kleinen Lukas" und seiner netten Familie wenigstens ein bisschen helfen konnten und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute sowie immer eine angenehme, unfallfreie Fahrt. Selbstverständlich werden wir die Familie weiterhin begleiten und gerne wieder unterstützen, wenn unsere Hilfe benötigt wird.


Schutzengel ermöglichen 15jähriger Ulrike W. ihre Teilnahme an den Special Olympics Deutschland in Kiel (14. bis 18.05.2018)

I m Dezember 2017 wandte sich Förderschulrektor Günter Hoff an unseren Verein und informierte darüber, dass die Förderschule geistige Entwicklung des Regionalverbandes Saarbrücken (Schule Winterbachsroth) mit einer Delegation von 15 Schülern an den Wettkämpfen von Special Olympics Deutschland vom 14. bis 18. Mai 2018 in Kiel teilnehmen will. Unter den gemeldeten Sportlern seien auch 4 Heimkinder, wobei das Heim aus finanziellen Gründen allerdings nur für drei Kinder die Kosten von jeweils 450 Euro pro Kind (Fahrt, Unterkunft, Verpflegung, Startgeld pp.) übernehmen kann. Hiervon ausgehend müsste die 15jährige Radsportlerin Ulrike W., die sich bereits so sehr auf die Wettkämpfe in Kiel freut, von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen werden. Herr Hoff fragte deshalb an, ob unser Schutzengelverein evtl. die Kosten für Ulrike in Höhe von 450 Euro übernehmen bzw. sich daran beteiligen kann.

Natürlich hat uns der vorgetragene Sachverhalt tief berührt und von daher war es keine Frage, dass wir das vorgebrachte Anliegen "ohne wenn und aber" unterstützen. Uns allen ist klar, dass gerade dieser Wettkampf auch für Ulrike weitaus mehr als nur eine "Sportveranstaltung" ist. Denn die behinderten Sportler stehen im Mittelpunkt und prägen das Gesicht und die Stimmung der Spiele. Insbesondere für die zurückhaltende Ulrike, die seit dem allzu frühen Tod ihrer alleinerziehenden Mutter schon längere Zeit in einer Wohngruppe leben muss, ist die anstehende Reise in eine Großstadt und dazu noch ans Meer mit allen Vorbereitungen bereits ein herausragendes Ereignis und  Erlebnis und fördert insbesondere ihr nicht sehr ausgeprägtes Selbstwertgefühl und auch ihre Selbständigkeit.  Deshalb haben wir die 450 Euro-Kostenpauschlae für Ulrike gerne übernommen und dem Mädchen zusätzlich ein Taschengeld in Höhe von 50 Euro zur Verfügung gestellt.

Ziel von Special Olympics ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen. Weil Sport verbindet, fit und gesund hält und vorliegend gerade für Menschen mit geistiger Behinderung die einmalige Möglichkeit geboten wird, im Wettkampfsport auf nationaler Ebene eine wichtige, sinnvolle und geschätzte Rolle zu spielen, hat unser Schutzengelverein das Anliegen der Förderschule Winterbachsroth gerne unterstützt und die 500 Euro für Ulrike bereits überwiesen.

Wir wünschen allen Athleten, insbesondere "unserer Ulrike" bei den Spielen von Special Olympics Deutschland eindrucksvolle und schöne Erfahrungen in Kiel sowie sportlichen Erfolg bei den anstehenden Wettkämpfen.


Delfintherapie für 11jährigen Jamie mit 1.500 Euro unterstützt

Das Foto zeigt, wieviel Freude Jamie bei seiner letztjährigen Therapie mit den Delfinen und den Betreuern hatte

Seit dem tragischen Krebstod seiner Ehefrau vor 5 Jahren steht Klaus Waller aus Schwarzenholz mit seinem 11jährigen Sohn Jamie alleine da. Neben all dem menschlichen Leid hat der tief berührende, schreckliche Schicksalschlag das gesamte Leben der kleinen Familie auf den Kopf gestellt. Unter dem Verlust seiner liebevollen Mama leidet besonders der im März 2006 als Frühchen geborene Jamie, bei dem schon in seinen ersten Lebensmonaten schwerwiegende, tiefgreifende Entwicklungsverzögerungen auftraten, u.a. in der Fein- und Grobmotorik sowie bei der Sprachentwicklung; so konnte Jamie mit drei Jahren weder "Mama“ noch „Papa" sagen. Erst nach zahlreichen Untersuchungen bei Ärzten und entsprechenden therapeutischen Maßnahmen wurde schließlich Ende 2008 das sog. "Kanner-Syndrom" (frühkindlicher Autismus) diagnosziert, ein schwerwiegendes, lebenslang andauerndes Krankheitsbild, das durch entsprechende Therapien durchaus zu verbessern, aber nicht zu heilen ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass nach dem Tod seiner Mama leider keine Verwandten für Jamies Betreuung und gesundheitliche Versorgung zur Verfügung standen, die Herrn Waller hätten entlasten können. Die prekäre Situation machte es erforderlich, dass Herr Waller seine Vollzeitbeschäftigung aufgeben musste, damit er sich umfassend und fürsorglich um seinen kranken Sohn kümmern kann. Zwar zeigte sein Arbeitgeber Verständnis für die familäre Notlage und Herr Waller konnte in seinem „alten“ Betrieb weiterarbeiten, allerdings situationsbedingt nur noch halbtags und nicht mehr in Führungsverantwortung. Infolge seines dadurch deutlich geringeren Einkommens und Wegfall des Lohnes seiner verstorbenen Ehefrau konnte die Darlehensrückzahlung an die Bank für das zuvor erworbene Eigenheim nicht mehr aufgebracht werden mit der Folge, dass das Haus mit erheblichem finanziellen Verlust verkauft und eine kleine Mietwohnung bezogen werden musste. Trotz des schrecklichen familiären Schicksales mit schlimmen Folgen hat sich Klaus Waller nie unterkriegen lassen. Aufoperfungsvoll kämpft er für seine Familie. Liebevoll, fürsorglich und unermüdlich versucht er mit allen zur Verfügung stehenden medizinischen und therapeutischen Möglichkeiten sowie speziellen Förder- und Unterstützungsmaßnahmen eine stetige Verbesserung des Gesundheitszustandes seines schwerbehinderten Sohnes zu erreichen, der infolge seines frühkindlichen Autismus und damit einhergehender Entwicklungsstörungen erhebliche Auffälligkeiten in seinem Sozialverhalten, seiner Wahrnehmungsfähigkeit und seiner Kommunikation schlechthin zeigt. Ein großes Problemfeld in diesem Zusammenhang sind heftige Wutausbrüche und schlimme Aggressionen, die nicht nur beim Einkauf in Geschäften auftreten. Unterschiedlichste Therapien, darunter zwei von unserem Verein mit jeweils 1.500 Euro bezuschusste Delfintherapien in den Jahren 2016 und 2017, haben die Entwicklung von Jamie erfreulicherweise positiv beeinflusst und zeigen bemerkenswerte Fortschritte im Gesamtverhalten des Jungen. Sein Vater, dem keine Anstrengung zu groß und kein Weg zu weit ist, berichtet voller Stolz von "großartigen Fortschritten" bei Jamie, die er insbesondere den durchgeführten Delfintherapien zuschreibt: "Auch wenn dies nur kleine Fortschritte sein mögen, so bedeuten sie dennoch nicht unerhebliche Verbesserungen für Jamie und mich und sind eine deutliche Erleichterung im Alltag...".

Ein neues medizinisches Gutachten der Universitätsklinik des Saarlandes bestätigt diesen positiven Eindruck und unterstreicht, dass Jamie durch die speziellen Therapien mit Delfinen tatsächlich deutlich ruhiger und ausgeglichener in seinem Wesen geworden ist. Das Gutachten bestätigt, dass Jamie sich mittlerweile – was zuvor undenkbar war - schon eine gewisse Zeit mit Spielen am Tisch selbst beschäftigen kann und sein Wortschatz sich deutlich vergrößert hat; zunehmend nutzt er Sprache in adäquater Weise, um seine Bedürfnisse mitzuteilen. Von daher wäre es aus medizinischen Gründen wichtig, diese schöne Entwicklung durch Fortführung dieser speziellen Behandlung zu unterstützen.

Nachvollziehbar erhofft sich Klaus Waller durch eine weitere 5tägige Delfintherapie im Juni 2018 in Belek/Türkei vor allem eine nachhaltige Verbesserung des Sozialverhaltens bei Jamie. Über erfolgreiche neuartige, in zwischenmenschlichen Bereichen ablaufende heilende Methoden mit emotionalen Ansatzpunkten soll der Junge im Rahmen der Therapie mit Delfinen und speziell ausgebildeten Ärzten/Therapeuten über seine Gefühlsebene erlernen, noch mehr Geduld aufzubringen, negative Gefühle besser unter Kontrolle zu halten und seine Kommuniktionsfähigkeit weiter zu verbessern. Zur Wahrnehmung der rund 3.500 Euro kostenden Therapiemaßnahme, für die leider weder Krankenkassen noch sonstige Kostenträger aufkommen, fehlen der kleinen Familie indes noch 1.500 Euro, die sie aus eigenen Mitteln nicht aufbringen kann.

Deshalb werden wir "ohne wenn und aber" das Vorhaben von Familie Waller voller Zuversicht unterstützen und haben die noch offenen 1.500 Euro bereits auf das für Jamie bei "Kids and Dolfins GmbH" in 50127 Bergheim eingerichtete Spendenkonto überwiesen.

Wir wünschen Familie Waller für die Zukunft alles Gute, vor allem einen erfolgreichen Therapieverlauf in Belek mit weiteren gesundheitlichen Fortschritten für Jamie.

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